Praxis für Gestalttherapie - Suhela Bausewein



Gestalt - Gestalttherapie

Gestalt


Gestalt ist der Hintergrund aus der sich eine Figur heraushebt.
Ein Bedürfnis entsteht, hebt sich aus dem Hintergrund klar ab und schiebt sich als Figur in den Vordergrund. Dort verweilt es so lange als Figur, bis es als abgeschlossene Gestalt in den Hintergrund zurücktritt.
Ein Beispiel hierfür:
Hat ein Mensch Durst, so ist sein Durst die Figur, die solange im Vordergrund bleibt, bis der Mensch seinen Durst gelöscht hat und die Figur in den Hintergrund zurücktreten kann.
Die Gestalt ist somit abgeschlossen und macht Platz für andere Figuren.
Entstehung von Bedürfnissen ist also eine offene Gestalt, die sich aus unserem Hintergrund hervorhebt.
Ist die Figur wahrgenommen und "versorgt", kann sie als abgeschlossene Gestalt in den Hintergrund zurücktreten und Platz machen für das Wahrnehmen weiterer Figuren.


Gestalttherapie


Das Wesentliche der Gestalttherapie ist die Konzentration auf das aktuelle Geschehen (das Prinzip des Hier und Jetzt), sowie die Schulung der Wahrnehmung.
Gestalttherapie ist die Arbeit am Kontakt sowie an den Kontaktunterbrechungen.
Der Gestalttherapeut macht den Klienten auf seine Kontaktunterbrechungen aufmerksam, darauf wie er sich selbst blockiert und unterstützt ihn dabei, seine eigene Energie zu mobilisieren und in Kontakt zu dem zu kommen, was ihn authentisch entspricht.

Die Gestalttherapie wurde Anfang der vierziger Jahre von dem Psychiater Fritz Perls und seiner Frau, der Psychologin Lore Perls, sowie dem Soziologen Paul Goodman, gegründet.

Sie zählt zu den Humanistischen Verfahren.